
Martin Assig, 1959 in Schwelm geboren, lebt und arbeitet in Berlin und im brandenburgischen Brädikow. Er studierte von 1979 bis 1985 an der Hochschule der Künste Berlin, war Meisterschüler bei Hans‑Jürgen Diehl und erhielt u. a. den Kunstpreis der Stadt Zweibrücken (1986) sowie den Käthe‑Kollwitz‑Preis (1993).
Mit der selten angewendeten Technik der Enkaustik schafft Assig Bilder von starker Farbigkeit und reliefartiger Oberflächen, die eine verschränkte Balance zwischen Ornament und Körperfragment, Abstraktion und Schrift, sichtbarer Form und innerem Zeugnis bilden. Seine Werke vereinen Sensualität, Spiritualität und existenzielle Fragen in einem poetisch-dichten ästhetischen Kosmos.
Assig ist in bedeutenden Museen und Sammlungen vertreten (MoMA New York, Museo Reina Sofía, Bundeskunstsammlung und weitere). Die große Retrospektive „Weil ich Mensch bin“ im Museum Küppersmühle Duisburg (2022–23) bot einen eindrücklichen Überblick über sein langjähriges Schaffen – ein Werk, das von Lebenslust und Endlichkeit, Resilienz und Reflexion gleichermaßen getragen ist.
zum ShopBiografie
| 1959 | geboren in Schwelm |
| 1979-1985 | Studium an der Hochschule der Künste in Berlin |
| 1983 | Studienstiftung des Deutschen Volkes |
| 1985 | Meisterschüler bei Hans-Jürgen Diehl |
| 1986 | Kunstpreis der Stadt Zweibrücken |
| 1992-1994 | Stipendiat der Günther-Peill-Stiftung, Düren |
| 1993 | Käthe-Kollwitz-Preis, Akademie der Künste, Berlin und Kreissparkasse Köln |
| 2000 | Gastprofessur an der Hochschule der Künste in Berlin |
| lebt und arbeitet in Berlin und Brädikow, Brandenburg |